Donnerstag, 24. Dezember 2015

Auf dem Weihnachts-Plattenteller

Schon vor einigen Jahren wollte ich mal zeigen, was wir in der Adventszeit bzw. an Weihnachten für Musik hören.

Als Familie mit zwei Berufsmusikern ist Musik unser täglich ernährend Brot und in der Vorweihnachtszeit und an den Feiertagen selbst kommen da nochmal drei Schippen drauf.

Daher ist die Beschallung zu Hause eher sehr moderat und wenn, dann wirklich handverlesen.
Das Radio läuft morgens maximal für 20 Minuten zum Frühstück.

Hier sind unsere Top Five für Euer diesjähriges Weihnachten - bestimmt ist was Neues dabei:

5. PLATZ: 




Wer Lust auf große amerikanische Film-Weihnacht hat, dürfte sich mit der Musik dieser  Weihnachts-CD in so sattem und weichem Orchestersound und Amys samtig-dunkler Altstimme rundum wohlfühlen.
Lange Jahre gab es für mich neben dieser Platte tatsächlich keine andere. 
Das Album ist käuflich zu bestellen hier, als iTunes-Download hier und zum Reinhören hier zu finden.  
Amy hat danach noch ein zweites Weihnachtsalbum veröffentlicht. Es heißt "Christmas to remember" und ist dem ersten Album von der Gestaltung her sehr ähnlich. Auch sehr sehr toll! 


4. PLATZ: 




Wer - wie wir - nie Interesse an solchen schrecklichen Kinderlieder-Verschandelern wie Jöker und Zuckowski hatte, wird sich freuen, dass es durchaus noch CDs gibt, die unsere geliebten Kinder-Weihnachtslieder ohne Schnickschnack und mit tollen Kinderstimmen präsentieren.
Eine davon ist die tolle Platte "Morgen kommt der Weihnachtsmann" mit allen gängigen Liedern, die die Kleinsten schon lieben.
Hier als Platte, hier als iTunes-Download und hier mal zum Reinhören.

Übrigens gibt es schon eine 2. Platte mit dem Titel "Schneeflöckchen, Weißröckchen". Juchu!


3. PLATZ:




Sie läuft seit zwei Jahren hier rauf und runter. Normalerweise kaufe ich keine Musik, die in den Charts läuft, aber um dieses wahnsinnig tolle Album  kommt man einfach nicht herum: Michael Bublé mit einer Neuauflage seines so erfolgreichen Weihnachtsalbums voll bepackt mit Swing und Big Band. Klassiker neben Coverversionen -  damit KANN man nichts falsch machen.

Haptisch zu kaufen hier,  als Download ( wieder iTunes) hier und mal reinhören kannst Du hier.

2. PLATZ:




Im "Hamburger Abendblatt" wurden sie mal als "Deutschlands beste Swing-Jazzer" beschrieben - die Swingin' Fireballs aus Bremen.
Die Weihnachts-DOPPEL-CD "In the Mood for Christmas" mit den Swingin' Fireballs featuring Greetje Kauffeld ist so dermaßen großartig, dass man sich kaum satthören kann.
Die Titelzusammenstellung ist sensationell und abwechslungsreich, die Arrangements hört man selten so einfallsreich und ausgeklügelt.

Die Doppel-CD gibts hier, alle Titel aus Download-Kauf via itunes hier und reinhören auf Spotify kann man hier

1. PLATZ:




Ungeschlagen seit fast 10 Jahren gewinnt Bugge Wesseltoft mit seiner vor fast 20 Jahren erschienenen Platte "It's snowing on my piano". 
Jazzige klassische, sehr meditative Klavierweihnacht. Ganz wunderbare Klänge, zwei Hände voll Besinnlichkeit- unbedingt anhören!
  
Die Musik kann man als CD erwerben oder sich zB bei iTunes als Download kaufen oder bei Spotify mal reinhören.  


Habt Freude dran und lasst mich mal wissen, ob ihr ähnliches hört? Oder ganz andere Musik? Ich will ja auch mal was Neues kennenlernen. 




Frohe Weihnachten!





Sonntag, 6. Dezember 2015

Weihnachtsgeschenke 2015

Der Advent in diesem Jahr ist ein ganz Besonderer. Weil wir ihn einmalig in dieser kleinen Übergangswohnung miteinander verleben. Wir haben es uns hier im improvisierten Herbst und Winter mit unseren wenigen mitgenommenen Dingen richtig kuschelig gemacht.





In Musikerfamilien ist Advent oft wenig besinnlich, vielmehr über die Maßen organisiert und durchgetaktet.

Kein Wochenende ohne Proben, Konzerte, Gottesdienste. Spontane Einspringer für erkrankte Kollegen sind fast die Regel und können das gerade mühsam zusammengeflickte Betreuungskonzept zunichte machen. 

Der Herzbube und ich geben uns derzeit die Klinke in die Hand.

Die wenige Zeit, die zwischen Vorlesungsvorbereitung und Konzerten bleibt, verbringe ich in diesem Advent nicht vor der Näh-oder Stickmaschine, um Geschenke selbst zu machen.

In diesem Jahr verschenke ich Handgemachtes von guten Freunden. Die tollen Weihnachtsmotivkarten von Ursula Markgraf hatte ich neulich schon gezeigt.



An Weihnachten bekommen die engsten Freunde und die Familie neben diesen Grußkarten noch richtig richtig tolle Sachen. Unter anderem nämlich handgefertige Seifen und Cremes von Sonja Nerge.


Mit ihrem neuen Label Cutie Bee (ja, das Logo ist NATÜRLICH von Anja Rieger!) verkauft sie seit kurzem Seifen, Duschseifen, Rasierseifen, Lippencremes, Pflegecremes und Handcremes auf Honig-Basis in ihrem funkelnagelneuen Online-Shop.

Ihren Honig "Guten Morgen Honey" kennt ihr bestimmt schon längst. Neeeeeeeein?????
Das ist der beste Honig der Welt! Ich schwöre!



Als das große Paket kam, hingen die Rüben mit ihren Nasen so begeistert an dem Duft der Rasierseife, dass ich nicht umhin kam, ihnen eine Sonderedition des Duftes als Duschseife nachzuordern.

DANKE, SONJA! Das war zum heutigen Nikolaus ein Volltreffer!


Und weil ich morgen ganz früh für 8 Tage zum Trällern nach Hamburg und dann ins Saarland entschwinde, packe ich bereits jetzt alle Geschenke ein. Dann bleibt für die letzte Woche vor Weihnachten mehr Zeit zum Stricken und Kuscheln. Juchuuuu!


PS: Habt ihr auch schon diesen tollen dreidimensionalen Stern aus sieben Butterbrottüten gebastelt? Hier steht wie es geht.



















   







Sonntag, 22. November 2015

Rituale

Jedes Jahr im Advent fange ich an eine Liste zu schreiben.
Darauf sind sehr schnell 40 Namen. Der allerallerengste Familien-und Freundeskreis.
Ich vergleiche die Liste jedes Jahr mit den Listen aus den Vorjahren und stelle fest, dass sich wenig ändert. Die engsten Freunde sind die engsten Freunde geblieben und Familie ist Familie. Auch wenn nun schon drei Namen fehlen

In jedem Jahr wird sie aber auch um ein paar Namen reicher. 
Neue Freundschaften, neue Nachbarn, manchmal hier und da ein neuer Partner oder eine neue Partnerin.

Auf dieser Liste stehen die Empfänger für meine vorweihnachtlichen Grußkarten.
Wenn über das Jahr wenig Zeit bleibt, einen Gruß zu senden oder einen Besuch abzustatten - im Advent nehme ich mir die Zeit. Komme was wolle.

In diesem Jahr wird das Schreiben der Karten etwas ganz Besonderes.
Denn es sind ganz besondere Karten.

Sie wurden entworfen von der wunderbaren, inspirierenden und zeichnerisch so talentierten Ursula Markgraf.

Hatte ich schonmal erzählt, dass sie mit einem Klassenkameraden von mir verheiratet ist und ich dass noch gar nicht so lange weiss, obwohl ich ihren Blog schon fast 5 Jahre lang lese... Die Welt ist so klein.



Ursula hat 4 Motive entworfen. Ganz wunderbare Bilder, die schon auf den ersten Blick soviel Frieden und Ruhe ausstrahlen.


Diese umarmen-wollenden Schneekugel-Engel - ich liebe sie. *hug*

Ich habe gleich ein großes Paket bei Ursula bestellt und werde in diesem Advent Menschen mit einem Gruß beglücken, die ganz und gar nicht damit rechnen.

Mögen sie inspiriert werden von diesen Motiven und mögen sie Ruhe, Zufriedenheit und eine Umarmung in Empfang nehmen.


 Übrigens gibt es nur noch heute ein Sonderangebot für diese tollen Weihnachtskarten in Ursulas Shop:




Also schnell, schnell, bevor sie ausverkauft sind! 
Habt einen ruhigen Sonntagabend und kommt gut in die neue Woche.




Donnerstag, 12. November 2015

12 von 12 im November

Dann wollen wir doch auch mal wieder - heute hat es gepasst und dank des ersten Bildes  auf Instagram von Kai-Anja hab ich auch dran gedacht.

Mein Tag war eigentlich ein ganz typischer arbeitsreicher Donnerstag.
Schaut selbst:



1. 8.55 Uhr: Warten auf das Öffnen von Staples, 
um noch einen dicken Stapel Noten für meine Studies zu kopieren.
Der große Multidingens zu Hause ist zur Reparatur 
und vom kleinen Canon habe ich gestern um 23 Uhr den Druckkopf geschrottet. *örks*



2. 9.25 Uhr: Noch gute 20 Minuten Zeit für meine 
Lieblingsparkbank vor der Hochschule und ein paar Minuten Ruhe.


3. 9.55 Uhr: Alles sortiert, Beamer läuft, ich lasse mir 
vom ersten Studenten erstmal einen Cappuccino vom Bäcker holen. 
Läuft bei mir. :P 


4. 15.00 Uhr: Feierabend. Heimweg. 
Kurz vor zu Hause noch einkaufen und zur Post.


5. 16.15 Uhr: Die Rüben sind nach ihrem langen Tag zu Hause, 
ich fahre schnell rüber zum Haus, um zu stosslüften 
und die unteren Fenster über Nacht zu schliessen. 

Wenn die Treppe endlich kommt, mache ich drei Kreuze!!!!


6. 16.40 Uhr: Tanken.


7. ...und gleich nochmal.


8. 17.30 Uhr: Rübe 2 und ich hatten heute kein Mittagessen. 
Deswegen gibt es abends ausnahmsweise warm.

Die letzten Kartoffeln von Vadderns Acker. Wir brauchen Nachschub.


9. ...dazu einmal vegan (Rübe 2) und einmal Fisch (Rübe 1)


10. Beim Einkaufen fielen sie mir in die Hände für unser diesjähriges Weihnachtsgeschenke-Projekt. Ich werde berichten. :)


11. 20.25 Uhr: Mit Blick auf die Eimsbütteler Christuskirche auf der Kerze, 
die es neulich beim Konzert dort gab, Tee 
und Hustensaft *örks* richte ich den neuen Kalender 2016 ein. 


12. 21.00 Uhr: Die Rüben im Bett, der Mann beim Basketball, ich an der Häkelnadel.
(Wenn alles gut geht, die Aldi-Häkelwolle reicht und ich die Lust behalte, wird das eine aus einem Stück gehäkelte Jacke, die ich vor einem Jahr bereits hier entdeckt hatte.)


Danke fürs Zuschauen.
Weitere 12 von 12 gibt es wie üblich hier bei Caro.

Sonntag, 8. November 2015

Zwischenzeit

Wir haben uns eingerichtet in unserem kleinen Nest. 
Es ist wirklich klein zu viert, aber wahnsinnig gemütlich.
Viele Freunde und die Familie haben uns bereits besucht - Platz ist in der kleinsten Hütte.



Weil die Rüben seit August durch den späteren Schulbeginn auch abends etwas später ins Bett gehen, haben wir zwischen Abendessen und Zubettgehen neu gewonnene Zeit.



Draussen ist es um 17 Uhr bereits fast dunkel und hier drinnen gehen die Kerzen an.
Das große Panoramafenster zum Garten hin hat eine riesige Fensterbank, die ich noch in den letzten Zügen sehr genieße und dekoriere, denn im neuen Haus haben wir insgesamt nur 3 brüstungshohe Fenster, alle anderen sind bodentief geplant und gebaut.    

Da sitzen wir also abends zusammen und genießen Familienzeit.
Es ist so anders als früher. Viel entspannter. Mir wird bewusst, dass diese Zeit kostbar ist. 
Die Pubertät klopft an und die Kuschelmomente werden seltener.  



Seit Herbstbeginn habe ich auch wieder die Stricknadeln in der Hand. Im Sommer kann ich einfach nicht stricken. Ich weiss auch nicht - es ist so.



Ich stricke gerade 2 Projekte parallel: einen Cardigan von Makerist und ein großes Dreiecktuch aus schwarzer superfeiner Kashmir-Wolle. Beides von Lana Grossa. 
Die Wolle für beide Projekte hatte ich im Februar erstanden, als in Detmold ein Wolle-Laden schloss und alle (!) Knäuel für je 2,-€ verkaufte. 

Vielleicht bin ich bis zum Umzug fertig mit beidem? Mal sehen.

Umzug. Achja. Das Haus.

Es ist fast fertig, Anfang bis Mitte Dezember soll die Übergabe stattfinden. 
Wenn man bedenkt, dass Mitte Juli gerade erst die Bodenplatte gegossen war, es Stein auf Stein gebaut wurde und nicht im entferntesten ein Fertighaus ist, ist das ein wirklich erstaunliches Tempo.






Nun trocknet der Estrich vor sich hin, wir lüften fleissig.

Was für eine spannende Sache, das, was wir einst in Kladde auf Papier zeichneten und dem Architekten zeigten, nun bald bewohnen zu können. 
Vor einem Jahr um diese Zeit war das ein irgendwie noch ganz fremder Gedanke.

Bis es soweit ist, erwartet uns noch viel Arbeit. 

Und in der Zwischenzeit machen wir es uns gemütlich.

Donnerstag, 6. August 2015

Zusammenwachsen - zusammen wachsen

Eine Woche lang haben wir ausgepackt, sortiert, geschraubt, geräumt und fielen abends mit schweren Beinen erschöpft in die Betten.

Nun haben fast alle Dinge ihren Platz gefunden und wir suchen den unseren in der neuen Heimat.


Dem Herzbuben fällt es nicht schwer, er wurde hier geboren und wuchs in dieser Strasse auf.

Der Ferienmodus hilft, uns mit dem Ankommen nicht zu überfordern.

Die Zwischenwohnung ist ein großer Segen.

Wir haben sie vor dem Umzug entrümpelt, gemalert, Teppiche ausgebessert, gründlich gereinigt und geputzt, damit die Rüben es mögen und sich einrichten können.

Die große Terrasse und der Garten versüßen uns die verhältnismäßige Enge der Wohnung.

Er hat Platz genug für Federball, das heissgeliebte Kubb-Spiel und eine Partie Fußball.
Sie mögen es. Und wir auch.

Überhaupt sind die Rüben toll! Und wie sie sich verändert haben...

Mir fehlen ja 22 Monate alltäglicher Umgang mit ihnen.
Die wenigen Wochenenden und Ferienwochen der letzten 2 Jahre können das nicht aufwiegen.

Es fällt auf, wie sehr sie den vermissten Körperkontakt mit Mama aufholen möchten.

Eine Mama ist eine Mama!
Abends ist es am intensivsten. Als hätten sie Angst aufzuwachen und der vergangene Tag war nur ein Traum.

Wir reden darüber sehr offen. Und das ist wohl das Geheimnis unserer starken emotionalen Bindung auch über das Getrenntsein hinweg.

Von Beginn an waren zwischen ihnen und mir keine Geheimnisse.
Meine Gefühle, meine Entscheidungen, meine Träume.
So übten sie, selbst auch Gefühle und Träume zu formulieren, trauten sich Fragen zu stellen und lernten, dass  Kinder mit ihren kleinsten Sorgen bei Eltern immer offene Ohren finden dürfen.

Sie sind hilfsbereite, liebenswürdige Wesen, die ihren Weg gewiss machen werden und denen von uns noch viel Gutes vorgelebt werden kann, um sie weiterhin zu stärken.


Wir genießen die letzten terminfreien Tage der für uns leider nur halb so kurzen Sommerferien (3 1/2 statt 6 Wochen), denn am Mittwoch beginnt hier bereits wieder der Schulalltag.


Ausschlafen, spät frühstücken, zusammen kochen, spazieren gehen, Rad fahren, Eis essen, Freibad, Musik hören, Schulweg üben, ...


Drückt uns weiterhin die Daumen für einen guten Start in der neuen Schule, in getrennten Klassen, den Schulalltag, den Hausbau.





















Samstag, 18. Juli 2015

Verschiebungen


Unser Leben ist im Umbruch. Ab morgen ist nichts mehr wie es war.
Die Rüben fahren in ein Feriencamp und der Herzbube und ich ziehen ihr Leben aus Randberlin nach Ostwestfalen um.


Seit Tagen packen auch wir unser Leben zusammen. Eine Herausforderung.
Was lagern wir für ein paar Monate ein? Was brauchen wir ständig und nehmen es mit?
Wir renovieren die kleine Zwischenwohnung, in die wir vier nun zusammenziehen bis unser Haus einzugsbereit gebaut ist.


Ein Segen, dass wir sie gefunden haben. So nehmen wir einander - den Eltern und uns - die Angst, zu sechst im Elternhaus des Herzbuben zuviel Enge ertragen und zu viele Kompromisse schließen zu müssen. (Auch wenn es bestimmt gut gegangen wäre, das Haus ist groß genug.)

Wir müssen uns als neue Familie definieren lernen. Alltag bestehen und Regeln bestimmen.
Das geht leichter, wenn wir für uns sein dürfen. 


Mich lehrt das Leben seit der Entscheidung der Kinder vieles neu.
Mein Umgang mit der Vergangenheit, mein Blick auf die Zukunft, mein Empfinden im Jetzt.
Vor einem Jahr haben die Rüben mit ihrem Wunsch zu uns ziehen zu wollen, eine große Veränderung ausgelöst.
Nicht nur privat mit dem Entschluss ein Haus zu bauen und uns als neue Familie hier niederzulassen, sondern auch beruflich:

Mit der letzten großen Reise vor einigen Wochen nach Südamerika habe ich mein Leben aus dem Koffer beendet. Es ist genug.
Das unstete Dasein als Kulturschaffende hat sich extrem verändert und verlangt sehr viel mehr ab als ich inzwischen zu geben bereit bin.
Eine Verfügbarkeit, Flexibilität und Angepasstheit wird erwartet und im Gegenzug so wenig gewertschätzt, dass es mich immer öfter sprachlos zurücklässt.

Solange es traurigerweise Kollegen gibt, die diese Bedingungen mit stummer Selbstverständlichkeit erfüllen, wird sich die Schraube nach unten immer weiter drehen. Ich aber steige aus!


Mein Arbeitsleben strukturiert sich deshalb gerade komplett neu.
Es schenkt mir die Chance, Familie und geregelten Alltag leben zu dürfen. 

Neue Prioritäten - gerade noch rechtzeitig.
Die Rüben beginnen bald zu pubertieren. Die Vorboten sind nun nicht mehr einfach wegzuschmusen. 
Sie entdecken ihr eigenes Leben, behaupten ihre eigenen Interessen und befinden sich irgendwo auf der Strecke zwischen Einschlafen mit Kuscheldecke und eigenem Smartphone.


Ihr Abschied von Randberlin ist darum bedeutend schwerer als der vor 7 Jahren von Hamburg.
So gut ich kann, tröste ich und gebe positiven Zuspruch.
Großer Segen liegt auf unserem Binnenverhältnis. Wir drei haben uns trotz räumlicher Trennung nie verloren!

Dennoch leiden sie gerade sehr und ich belese mich mit Ratschlägen für diese Situation.
Es ist nicht leicht.


Drückt uns die Daumen, dass der Start hier gelingt.